Feld-Checkliste: 25 echte Prüfungen vor RTK, Absteckung und Übergabe
Gute Vermessung hängt nicht nur an guter Ausrüstung, sondern an guten Gewohnheiten. Viele Feldfehler fangen klein an: falsches Projekt, alte DXF, Antennenhöhe, Zone, Akku, fehlendes Foto oder keine Sicherung.
Das Wichtigste fürs Feld
- Eine Checkliste spart Zeit, weil sie teure Fehler früh abfängt.
- Koordinatensystem und Kontrollpunkte werden geprüft, bevor das Instrument im Mittelpunkt steht.
- Kritische Beobachtungen brauchen Antennenhöhe, Fix-Status, Uhrzeit und Notizen.
- Öffnen Sie die Exportdatei vor der Übergabe und prüfen Sie die Lage.
- Daten ohne Sicherung sind fast so riskant wie nie gemessene Daten.
1. Vor dem Aussteigen
- Ist die richtige Projektdatei geöffnet?
- Stimmen Koordinatensystem und EPSG/Zone mit der Projektvorgabe?
- Ist die aktuelle Planungsdatei geladen, nicht das DXF/KML vom letzten Monat?
- Sind GNSS-Empfänger, Telefon und Powerbank geladen?
- Sind Lotstab, Bipod, Bandmaß, Farbe, Pflöcke und Reflektor vollständig?
2. Vor der ersten Messung
- Entspricht die eingetragene Antennenhöhe der echten Lotstabhöhe?
- Kommen die Korrekturen vom richtigen Mountpoint oder der richtigen Basisstation?
- Ist die Lösung fixed, ist der PDOP vernünftig, reicht die Satellitenzahl?
- Liegt die Abweichung an einem bekannten Kontrollpunkt in der Toleranz?
- Beschreiben die Layernamen die Arbeit des Tages?
3. Während der Messung
- Werden kritische Punkte doppelt gemessen?
- Wird der Lotstab senkrecht gehalten, bei Wind das Bipod genutzt?
- Sind Mehrwegrisiken an Metall, Fahrzeugen, Fassaden und Wasser notiert?
- Bekommt jeder wichtige Punkt ein Foto oder eine kurze Beschreibung?
- Werden bei Absteckpunkten Toleranz und gesetzte Markierung festgehalten?
4. Bevor der Tag endet
- Wurde der Ausgangskontrollpunkt erneut geprüft?
- Fehlt eine Ecke, ist ein Polygon offen, ein Layer falsch, ein Z-Wert absurd?
- Wurde der Export erneut geöffnet und die Lage geprüft?
- Trägt DXF/KML/GeoJSON/CSV den Hinweis auf sein Koordinatensystem?
- Sind die Daten an einem zweiten Ort gesichert?
5. Nach der Übergabe
- Hat der Empfänger die Datei geöffnet und einen bekannten Punkt geprüft?
- Stehen Verfahren, Koordinatensystem und Genauigkeit im Bericht?
- Wurden Punkte außerhalb der Toleranz gesondert gemeldet?
- Sind die Fotos der gesetzten Marken im Archiv angekommen?
- Fände das nächste Team denselben Punkt anhand dieser Aufzeichnung?
Die Liste mit der App verbinden
Arbeiten Sie in MapLab Survey projektweise, trennen Sie die Layer nach Arbeitspositionen und halten Sie Kontrollpunkte separat. Prüfen Sie vor jedem Export die Karte mit dem Auge und geben Sie die Liste dem Team als kurze Feldprozedur. Gute Technik erzeugt Wert erst dort, wo sie auf eine gute Gewohnheit trifft.
Probieren Sie diese Schritte auf Ihrem Telefon aus.
MapLab Survey übernimmt RTK/GNSS-Punktaufnahme, Zeichnen, Flächen- und Volumenberechnung sowie Koordinatentransformation und exportiert nach DXF, KML/KMZ, GeoJSON, Shapefile, GeoPackage, NCZ oder CSV. Aufnahme, Berechnung und Export funktionieren offline. Live-NTRIP-Korrekturen und Online-Basiskarten brauchen eine Verbindung.
Häufige Fragen
Für wen ist diese Checkliste?
Vermessungstechniker, Ingenieure, Baustellentrupps, RTK-Nutzer und Absteckteams.
Was ist die kritischste Prüfung?
Koordinatensystem und bekannter Kontrollpunkt.
Muss jeder Punkt wiederholt werden?
Nicht jeder, aber kritische Grenzpunkte, Absteckpunkte und Höhenpunkte.
Wie hilft MapLab Survey?
Es hält Projekt, Layer, Notizen, Fotos, Transformationen und Export in einem Ablauf zusammen.
Technische Quellen
Die Feldempfehlungen in diesem Artikel stützen sich auf die unten genannten technischen Standards und offiziellen Quellen.
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