Datenfluss

Felddaten nach CAD/GIS exportieren: wann DXF, KML, GeoJSON oder CSV

Punkte, Linien und Polygone sauber aufzunehmen ist nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte ist sicherzustellen, dass das Büro diese Daten an der richtigen Stelle, mit den richtigen Layern und in den richtigen Einheiten öffnet.

Das Wichtigste fürs Feld

  • DXF ist bequem fürs CAD-Zeichnen, doch Einheiten und Projekt-Koordinatensystem müssen ausdrücklich genannt werden.
  • KML/KMZ eignet sich für Google Earth und Sichtprüfungen, allein aber nicht als amtliche Katasterübergabe.
  • GeoJSON ist stark für GIS und Webkarten; RFC 7946 nutzt WGS84 Länge/Breite.
  • CSV ist sauber für Punktlisten, wenn Spaltennamen und EPSG klar sind.
  • Öffnen Sie den Export vor der Übergabe noch einmal. Fünf Minuten Prüfung ersparen lange Diskussionen im Büro.

Zuerst an die Übergabe denken

Welches Programm öffnet die Datei — AutoCAD, NetCAD, QGIS, ArcGIS oder ein Globus-Viewer? CAD erwartet Linien, Layer und Meter. GIS erwartet Geometrie, Attribute und Koordinatenbezug. Eine gute Übergabe macht von Anfang an drei Dinge klar: welches Koordinatensystem verwendet wurde, was jeder Layer bedeutet und woher die Messung stammt. Schon der Dateiname kann das erzählen: baustelle_blockA_rtk_turef_tm30_2026-06-14.dxf.

DXF: das Rückgrat der CAD-Zeichnung

DXF bringt die Feldlinie ins Planwerk. Werden Punktcodes über Layer oder Blöcke mitgeführt, entfällt das erneute Sortieren im Büro. Kritisch ist die Einheit: CAD erwartet Meter, nicht Grad. Ein Export in einem meterbasierten System wie TUREF/TM reduziert die Frage „Die Datei kam an — aber wo liegt sie?“ spürbar. Benennen Sie Layer kurz und verständlich, etwa flurstueck_grenze, strassen_achse, hoehen_punkt, und schreiben Sie EPSG-Code und Datum in die Übergabenotiz.

KML/KMZ: die schnelle Sichtprüfung

KML zeigt Flurstück, Trasse oder Arbeitsgrenze rasch her, arbeitet aber in geografischen WGS84-Koordinaten mit der Reihenfolge Länge, Breite, Höhe — nicht in der gewohnten Ost-Nord-Ordnung in Metern. Metrische Daten müssen vorher korrekt umgerechnet werden. Und Satellitenbilder haben einen eigenen Versatz: KML liefert eine Sichtkontrolle, keinen amtlichen Grenznachweis.

GeoJSON und CSV: Attribute und Punktlisten

GeoJSON ist die gemeinsame Sprache von GIS- und Web-Teams und trägt Attribute mit: Punktname, Beschreibung, Genauigkeitsnotiz, Messzeit, Team. Der Standard arbeitet in WGS84, die Umrechnung aus einem TM-Projekt muss also bewusst erfolgen. CSV ist stark, weil es schlicht ist, führt das Koordinatensystem aber nicht mit — EPSG und Einheit gehören zwingend in die Datei oder daneben.

Der teuerste Fehler

Fast immer derselbe: exportieren, ohne zu sagen, in welchem System die Datei liegt. Die Daten kommen perfekt an und erscheinen kilometerweit vom Grundstück entfernt. Öffnen Sie die Datei vor dem Senden noch einmal selbst, prüfen Sie Lage und System — und schreiben Sie den EPSG-Code in Bericht und Dateinamen.

Im Feld · MapLab Survey

Probieren Sie diese Schritte auf Ihrem Telefon aus.

MapLab Survey übernimmt RTK/GNSS-Punktaufnahme, Zeichnen, Flächen- und Volumenberechnung sowie Koordinatentransformation und exportiert nach DXF, KML/KMZ, GeoJSON, Shapefile, GeoPackage, NCZ oder CSV. Aufnahme, Berechnung und Export funktionieren offline. Live-NTRIP-Korrekturen und Online-Basiskarten brauchen eine Verbindung.

Häufige Fragen

Welches Format ist für CAD am besten?

DXF ist meist die praktische Wahl, besonders exportiert im meterbasierten Projekt-Koordinatensystem.

Reicht KML fürs Kataster?

Es ist gut für Sichtprüfungen, aber allein keine amtliche Katasterübergabe.

Welches Koordinatensystem nutzt GeoJSON?

RFC 7946 nutzt WGS84 Länge/Breite.

Was ist das Hauptrisiko bei CSV?

Der Verlust des Koordinatenbezugs. Immer EPSG, Einheiten und Spaltendefinitionen mitgeben.

Technische Quellen

Die Feldempfehlungen in diesem Artikel stützen sich auf die unten genannten technischen Standards und offiziellen Quellen.

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