Was GeoJSON ist und wie man es für die Feldkartierung öffnet
GeoJSON ist ein weit verbreitetes offenes Format für Webkarten und GIS-Daten.
Das Wichtigste fürs Feld
- GeoJSON transportiert Punkte, Linien, Polygone und Attribute.
- RFC 7946 legt die Nutzung von WGS84-Koordinaten fest.
- KML ist bequem zum visuellen Teilen; GeoJSON ist stark für GIS und Web.
- MapLab Survey kann GeoJSON in Feldabläufen nutzen.
- Koordinatensystem und Koordinatenreihenfolge sollten geprüft werden.
Was GeoJSON leistet
GeoJSON ist ein offenes Textformat, das Punkt-, Linien- und Polygongeometrie zusammen mit ihren Attributen in einer JSON-Struktur ablegt. Ein Objekt trägt nicht nur seine Koordinaten, sondern auch Name, Beschreibung, Typ und beliebige weitere Felder. Weil es Text ist, öffnet es sich in jedem Editor ohne Zwischenkonverter, was sowohl die Prüfung als auch die Diagnose einer fehlerhaften Datei erleichtert.
WGS84, und die Länge zuerst
RFC 7946 definiert GeoJSON-Koordinaten auf WGS84 und schreibt die Länge vor die Breite. Diese Reihenfolge ist genau umgekehrt zu der, in der Koordinaten üblicherweise ausgesprochen werden, und sie ist der häufigste Grund dafür, dass Punkte in der falschen Hemisphäre landen. Erscheinen importierte Daten mitten im Meer, ist die Achsenreihenfolge die erste Stelle, an der man nachsieht.
Unterschied zu KML und DXF
KML ist für Google Earth und die schnelle visuelle Weitergabe sehr praktisch; GeoJSON ist für Webkarten, Entwicklerabläufe und GIS-Integration meist die natürlichere Wahl. Anders als DXF hält es die Attributwerte an jedem einzelnen Objekt fest, weshalb es sich für die GIS-Übergabe eignet. Mit falschen Koordinaten liefert allerdings keines der drei Formate ein brauchbares Ergebnis.
Ablauf in MapLab Survey
Prüfen Sie beim Import ins Projekt den Layernamen und die Geometrietypen und verifizieren Sie die Lage an einer Referenz, deren Position Sie kennen. Sehen Punkte, Linien und Polygone richtig aus, ist die Datei nicht länger nur eine Anzeige: Sie können sie mit Feldnotizen, Fotos und eigenen Messungen anreichern.
Auf die Dateigröße achten
Als Textformat wächst GeoJSON schnell. Einen Datensatz mit Tausenden von Objekten vor dem Feldeinsatz zu vereinfachen oder aufzuteilen wirkt sich unmittelbar auf die Ladezeit und die flüssige Kartendarstellung auf dem Telefon aus.
Am Ende der Arbeit weitergeben
Die angereicherten Daten gehen wieder als GeoJSON, KML oder DXF hinaus. Wählen Sie das Format nach dem Empfänger: GeoJSON für GIS und Web, KML für die schnelle Kartenweitergabe, DXF für das CAD-Büro.
Probieren Sie diese Schritte auf Ihrem Telefon aus.
MapLab Survey übernimmt RTK/GNSS-Punktaufnahme, Zeichnen, Flächen- und Volumenberechnung sowie Koordinatentransformation und exportiert nach DXF, KML/KMZ, GeoJSON, Shapefile, GeoPackage, NCZ oder CSV. Aufnahme, Berechnung und Export funktionieren offline. Live-NTRIP-Korrekturen und Online-Basiskarten brauchen eine Verbindung.
Häufige Fragen
Was ist GeoJSON?
Ein offenes, JSON-basiertes Geodatenformat.
Lässt es sich auf dem Telefon öffnen?
Ja, mit MapLab Survey.
KML oder GeoJSON?
KML zum Teilen, GeoJSON für GIS/Web.
Welches Koordinatensystem nutzt es?
RFC 7946 legt die Nutzung von WGS84 fest.
Technische Quellen
Die Feldempfehlungen in diesem Artikel stützen sich auf die unten genannten technischen Standards und offiziellen Quellen.
Verwandt: GIS-Datenerfassung · Punkt, Linie, Polygon · Felddaten nach CAD/GIS exportieren · MapLab Survey