KML

Fläche mit Google Earth messen: KML und Kontrolle im Gelände

Google Earth ist bequem zum Ansehen und Schätzen, aber seine Messungen brauchen eine Prüfung, bevor daraus Entscheidungen werden.

Das Wichtigste fürs Feld

  • Google Earth misst auf dem Bild, nicht auf vermessenem Gelände.
  • Das Bild kann versetzt und veraltet sein.
  • Das erzeugte KML nutzt WGS84 Breite/Länge.
  • Nützlich zum Schätzen, nicht zum Abgrenzen.
  • Mit MapLab Survey lässt sich dieses KML im Feld prüfen.

Wann Google Earth genügt

Ungefähr zu sehen, wo ein Feld liegt, eine Arbeitsgrenze grob zu zeichnen, dem Kunden ein KML zu schicken oder vor der Anfahrt die Zufahrt zu prüfen — dafür ist Google Earth praktisch. Für den schnellen Blick auf Straßen, Gebäude und Bewuchs rund um eine Parzelle taugt es gut.

Wann es nicht genügt

Für amtliche Grenzen, Absteckung, belastbare Flächenberechnung, Massenermittlung, Ausführungskontrolle oder einen Rechtsstreit reicht die Linie auf dem Bildschirm nicht. Das Bilddatum kann alt sein, Parzellendaten können generalisiert sein, und das Telefon-GPS kann unter Baumkronen abweichen. Deshalb braucht es Kontrolle im Gelände, ein festgelegtes Koordinatensystem und, wo nötig, eine RTK-Messung. Die amtliche Grenze bleibt Sache befugter Vermessungsingenieure: Die App beschleunigt die Feldseite, sie ersetzt die Seite mit der Unterschrift nicht.

Das KML nach MapLab Survey bringen

  • Die KML- oder KMZ-Grenze aus Google Earth oder aus der zugesandten Datei nehmen.
  • In MapLab Survey ein Projekt anlegen und die Datei als Referenzlayer hinzufügen.
  • Den Layer deutlich benennen: "Google-Earth-Referenz" oder "Erkundungsgrenze".
  • Die Grenze im Gelände ablaufen, kritische Ecken mit Foto und Notiz belegen.
  • Vor dem Teilen als KML, DXF, GeoJSON, CSV oder Bericht das Koordinatensystem vermerken.

Vorsicht bei der Flächenzahl

Ein in Google Earth gezeichnetes Polygon liefert eine Näherung. Zu wenige Eckpunkte, eine schlecht nachgefahrene Grenze oder die Verwechslung von Horizontalfläche und Oberfläche am Hang verändern das Ergebnis. Eine professionelle Übergabe hält fest, mit welchem Verfahren die Fläche gerechnet wurde, in welchem System sie zu lesen ist und was im Gelände geprüft wurde.

Der realistische Arbeitsablauf

Google Earth für die Vorerkundung, MapLab Survey im Gelände, RTK für die genaue Arbeit. So aufgebaut bleibt der Ablauf auch ohne Vermessungshintergrund verständlich und liefert GIS-Teams nachvollziehbare Daten. Für jede Zahl, die in einen Vertrag wandert, ist der Ausgangspunkt eine Feldmessung; die Linie auf dem Bildschirm zeigt nur den Weg dorthin.

Im Feld · MapLab Survey

Probieren Sie diese Schritte auf Ihrem Telefon aus.

MapLab Survey übernimmt RTK/GNSS-Punktaufnahme, Zeichnen, Flächen- und Volumenberechnung sowie Koordinatentransformation und exportiert nach DXF, KML/KMZ, GeoJSON, Shapefile, GeoPackage, NCZ oder CSV. Aufnahme, Berechnung und Export funktionieren offline. Live-NTRIP-Korrekturen und Online-Basiskarten brauchen eine Verbindung.

Häufige Fragen

Ist Messen in Google Earth verlässlich?

Zum Schätzen ja; zum Abgrenzen nein.

Kann man das Ergebnis exportieren?

Ja, als KML.

Lässt es sich im Feld prüfen?

Ja, indem man das KML als Referenzlayer öffnet.

Technische Quellen

Die Feldempfehlungen in diesem Artikel stützen sich auf die unten genannten technischen Standards und offiziellen Quellen.

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